CCID Chipkartenleser unter Linux: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Matrica Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Konfigurationsdatei erweitern)
(Konfigurationsdatei erweitern)
(Eine dazwischenliegende Version des gleichen Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 30: Zeile 30:
 
Zur Sicherheit kann eine Kopie dieser Datei angelegt werden. Die Datei ''Info.plist'' in einem Text-Editor öffnen.
 
Zur Sicherheit kann eine Kopie dieser Datei angelegt werden. Die Datei ''Info.plist'' in einem Text-Editor öffnen.
 
Dazu sind gegebenenfalls Root-Rechte erforderlich.
 
Dazu sind gegebenenfalls Root-Rechte erforderlich.
 +
 +
'''''Tipp''''': Wenn Sie die Root-Rechte nicht haben, die Datei schon geändert haben, können Sie die Datei info.plist zunächst auch in einm lokalen Verzeichns (beispielsweise Dokumente) als info_neu.plist speichern. Dann kopieren Sie mit sudo die neue Datei über die bisherige: <code>sudo cp neue Datei alteDatei</code>
 +
  
 
Die Datei gliedert sich in drei Bereiche. Jeder Bereich besteht aus einer Liste von Einträgen.
 
Die Datei gliedert sich in drei Bereiche. Jeder Bereich besteht aus einer Liste von Einträgen.

Version vom 11. Juni 2019, 14:46 Uhr

Diese Anleitung beschreibt, wie ein CCID-Chipkartenleser unter Linux hinzugefügt wird. Dazu wird der Chipkartenleser in den CCID-Treiber eingetragen. Dies ist am Beispiel des REINERSCT tanJack USB erklärt.

USB-Geräte anzeigen

Zunächst den Chipkartenleser an einem USB-Port anschließen.

Mit dem Tool lsusb kann man sich die am Computer angeschlossenen USB-Geräte anzeigen lassen. Dazu in einem Terminal-Fenster folgenden Befehl eingeben:

lsusb

In der Ausgabe wird der Chipkartenleser mit Hersteller-ID, Produkt-ID und Bezeichnung aufgeführt.

Ccid0.png

Konfigurationsdatei erweitern

Nun die angezeigten Daten in die Konfigurationsdatei Info.plist eintragen. Die Datei kann abhängig vom System an unterschiedlicher Stelle liegen.

Distribution Verzeichnis der Datei Hinweis
Ubuntu /usr/lib/pcsc/drivers/ifd-ccid.bundle/Contents/ Ggf. libccid und pcscd nachinstallieren
openSUSE /usr/lib64/readers/ifd-ccid.bundle/Contents/ Über YaST das Paket pcsc-ccid installieren

Zur Sicherheit kann eine Kopie dieser Datei angelegt werden. Die Datei Info.plist in einem Text-Editor öffnen. Dazu sind gegebenenfalls Root-Rechte erforderlich.

Tipp: Wenn Sie die Root-Rechte nicht haben, die Datei schon geändert haben, können Sie die Datei info.plist zunächst auch in einm lokalen Verzeichns (beispielsweise Dokumente) als info_neu.plist speichern. Dann kopieren Sie mit sudo die neue Datei über die bisherige: sudo cp neue Datei alteDatei


Die Datei gliedert sich in drei Bereiche. Jeder Bereich besteht aus einer Liste von Einträgen.

  1. ifdVendorID
  2. ifdProductID
  3. ifdFriendlyName

Alle Einträge sind von sogenannten Tags umschlossen. Vor dem Wert steht das Präfix 0x, was den Wert als Hexadezimalzahl kennzeichnet.

<string> 0x Wert </string>

Abhängig vom Bereich wird einer der vorher ermittelten Werte eingetragen. Wichtig ist, dass der neue Eintrag in jedem Bereich an derselben Stelle erfolgt. Der Eintrag sollte zum Beispiel in jedem Bereich an oberster Stelle hinzugefügt werden. Es ist wichtig, dass die Anzahl der Einträge in allen drei Bereichen identisch ist. Es muss daher immer an allen drei Stellen ein Eintrag hinzugefügt werden.

Hersteller-ID

Im ersten Bereich ifdVendorID wird die Hersteller-ID eingetragen.

Ccid1.png

Produkt-ID

Im zweiten Bereich ifdProductID wird die Produkt-ID eingetragen.

Ccid2.png

Bezeichnung

Im dritten Bereich ifdFriendlyName wird ein eindeutiger Name für das Gerät eingetragen.

Ccid3.png

Anschließend die Datei info.plist speichern.

Neustart des pcsc Dämon

Um den pcsc-Dämon neu zu starten, wird folgender Befehl mit Root-Rechten in einem Terminal-Fenster eingegeben (unter openSUSE mit su als Root anmelden).

sudo killall pcscd; sudo pcscd --foreground --debug --apdu --color

Chipkartenleser neu verbinden

Der Chipkartenleser wird nun aus dem USB-Port entfernt und danach wieder eingesteckt (ohne eingesteckte Karte). Jetzt sollte im Terminal-Fenster ein Log ausgegeben werden. Sobald man eine Chipkarte einlegt sollte die ATR (Kartennummer der Chipkarte) angezeigt werden.